Nord- und Südkorea

Geschichte der Trennung

Um die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea zu verstehen, ist es wichtig den Hintergrund zu kennen. Am Anfang des 20. Jahrhundert befand sich Korea unter der Herrschaft des japanischen Kaiserreiches (1905-1945). Nach der Kapitulation des japanischen Kaiserreiches im zweiten Weltkrieg wurde Korea unter den Alliierten wie vereinbart aufgeteilt. Der Norden fiel unter die Besatzung der UdSSR und der Süden unter die Besatzung der Amerikaner. Die Alliierten beaufsichtigten die Entwaffnung und den Abzug der japanischen Soldaten. Eigentlich war es der Plan, die Verwaltung nur bis zur Bildung einer gesamtkoreanischen Regierung zu übernehmen, dies wurde aber nie erreicht.

So kam es dazu, dass der Norden unter der Verwaltung der Sowjetunion nach kommunistischen Vorstellungen umgeformt wurde, ähnlich den osteuropäischen Staaten und der DDR. 1948 wurde die Staatsgründung der Republik Korea ausgerufen, während im Süden eine Militärregierung der USA bis zum Abzug der Truppen 1949 die Macht übernahm.

Nordkorea erholte sich schneller vom zweiten Weltkrieg und erreichte einen wirtschaftlichen Aufschwung, da die schwere Industrie der japanischen Besatzung im rohstoffreichen Norden verlagert gewesen war. Im Süden konzentrierte man sich um den Ausbau der Landwirtschaft. Durch den wirtschaftlichen Schwung war es Nordkorea möglich schnell eine schlagkräftige Armee auf die Beine zu stellen und so kam es am 25. Juni 1950 zum Ausbruch des sogenannten Koreakrieges.

Die nordkoreanische Volksarmee überschritt die Grenze zu Südkorea, worauf der damalige Präsident der vereinigten Staaten Truppen zurück nach Südkorea sendete, diese Truppen waren der Volksarmee aber bei weiten überlegen. Seoul fiel bereits nach drei Tagen und einen Monat nach Kriegsbeginn kontrollierte Nordkorea die gesamte Halbinsel bis auf einige Inseln und einen Landstreifen um Busan. Dort stabilisierte sich die Lage und mit der Landung bei Incheon wurde durch UN-Truppen der Vormarsch Nordkoreas beendet. Die nordkoreanischen Truppen wurden im Verlauf bis an die Grenze zu China zurückgeschlagen und der Plan eines gesamtkoreanischen Staates unter US-amerikanischen Einflusses entstand. Dieser Plan widerstrebte aber dem kommunistischen China, das daraufhin mit einer Freiwilligenarmee in Nordkorea einmarschierte. Die Fronten erstarrten an der alten Grenze und 1953 kam es zum Waffenstillstand, unterzeichnet von China und Nordkorea, nicht aber vom damaligen südkoreanischen Präsidenten. Des Weiteren wurde entlang der Grenze die demilitarisierte Zone errichtet.

Bis heute ist kein Friedensvertrag unterzeichnet auch wenn des Öfteren die Absicht dazu bekundet wird.

 

Neuzeitige Anspannungen – Auswirkungen auf die Gesellschaft

Man bezeichnet den Zeitraum um das Jahr 2000, gekennzeichnet durch das historische Treffen vom damaligen südkoreanischen Präsidenten mit dem nordkoreanischen Machthaber, als die Zeit der Entspannung. Seitdem verschlechterten sich die Beziehungen der beiden Länder.

Ein Punkt ist, dass im Hinblick auf unsere Wiedervereinigung der südkoreanischen Regierung deutlich geworden ist, welche Kosten zu tragen wären, und dass diese Kosten für den Staat nich tragbar wären. Außerdem stellen viele die Frage, ob diese Staaten nicht schon zu lange voneinander getrennt sind um eine Vereinigung möglich zu machen. Es ist hier auch nicht mir der BRD und DDR zu vergleichen, da bei uns ein Austausch über Post, Telefon oder Besuche möglich war, während die beiden koreanischen Staaten so gut wie komplett isoliert voneinander sind.

2010 kam es zum Abkühlen der Beziehung: Der Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes, der dem Norden angelastet wurde, führte dazu, dass der Handel mit dem Norden eingestellt wurde, Der UN-Sicherheitsrat sollte einberufen werden. Der Norden versetzte seine Truppen in Kampfbereitschaft und kündigte ein Sicherheitsabkommen, das bewaffnete Auseinandersetzungen verhindern sollte.

Durch den Tod des ehemaligen Machthabers Kim Jong-Il erhofften sich manche einen Wechsel in der Politik, doch die Beziehungen zu Südkorea bleiben weiter angespannt. In diesem Fall sind auch das Atomprogram im Norden sowie die Raketenteststarts zu nennen.

 

Viele Koreaner selbst glauben nicht an eine Wiedervereinigung und so spricht auch das Zitat des Präsidenten Roh Moo-Hyun, er könne eher mit einem atomar bewaffneten Nordkorea leben als mit einem kollabierenden Norden, für sich. Die Situation gilt bei manchen Außenstehenden als Grundlage für die Mentalität der Koreaner. So gilt Seoul als eine Stadt die niemals schläft und oft wird das hektische Leben in koreanischen Großstädten dem Motto „Wer weiß was morgen kommt!“ zugeschrieben. Doch ist es wohl unmöglich, das Damoklesschwert der atomaren Katastrophe zu verdrängen. Morgen schon könnte jemand Kim Jong-Un in die Suppe spucken und er startet einen atomaren Krieg.

Wir Deutschen können uns in dieser Geschichte wiederfinden, nur dass wir einen glücklichen Ausgang hatten.

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Kommentare: 4
  • #1

    thuong (Sonntag, 14 April 2013 13:19)

    das ist echt schon sehr hart für die koreaner wenn man sich mal in die lage von den setzt.
    wie reagieren die promis oder die andern statten?

  • #2

    u=21840 (Montag, 22 April 2013 01:10)

    This is an excellent article! Thanks for sharing with us!

  • #3

    EXO (Montag, 20 Januar 2014 15:11)

    wahhhh...
    arme Koreaner *-*

  • #4

    teja (Donnerstag, 11 Dezember 2014 12:44)

    Very funny guy !

Annyeonghaseyo (✿◠‿◠)    

 

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